Eine Angstwelle unter Christen

On January 10, 2011, in Updates in unserem Dienst, by admin

Sonntags Einblick

Joel Brinkley

Sonntag, 26. Dezember 2010



Marwan Ibrahim / AFP/Getty Images

Ein irakischer Polizist bewacht eine Kirche in nordirakischen Stadt Kirkuk


In der Weihnachtszeit 2010 wurden die Christen in der ganzen Welt angegriffen. Sicherlich liegt der Schwerpunkt des Problems im Nahen Osten, wo islamische Extremisten jeden als Ketzer betrachten, der einen anderen Glauben hat als sie, welches oftmals der Grund für eine Hinrichtung ist. Es ist jedoch überraschend zu erfahren, dass christliche Gruppen abscheulicher Verfolgung in fast jedem Kontinent ausgesetzt sind. Der schlechteste Platz für Christen zu leben ist Nordkorea.

Dort können sich Gläubige nur im geheimen treffen und anbeten, wenn sie dabei ertappt werden, so drohen Gefängnis, Folterung und manchmal werden sie sogar getötet. Nordkorea mag der brutalste Staat unter den nicht muslimischen sein, ist jedoch weit davon entfernt der alleinige zu sein. Bhutan verbietet der Bau von Kirchen. In Usbekistan werden Christen gehasst und Behörden stellen Ihnen Strom und Wasser ab, wenden auch andere Taktiken an, um sie zu vertreiben. In Aserbaijan werden Gemeinden, selbst wenn sie bei Behörden registriert sind, einfach von der Polizei geschlossen. In Weißrussland werden die Gemeinden und Kirchen gezwungen sich zunächst registrieren zu lassen, welches hingegen einige Jahre dauert. In China werden nicht registrierte Christen geschlagen und oftmals inhaftiert.

In einem Bericht an das Europäische Parlament von November 2010 erklärte das „Pew Forum“ in bezug auf Religion und das öffentliche Leben, während Muslime und Juden offensichtlich verfolgt werden, so erleben „Christen zwei Sorten von Hass in zweidrittel aller Länder“, in 133 Staaten.

Warum? Glaube lehrt Toleranz und Verzicht auf Gewalt, selbst wenn sich nicht jeder Christ daran hält so ist Christenheit die größte Weltreligion. Beinahe ein Drittel der Weltbevölkerung sehen sich als Christen. Noch immer leidet die Religion vielerorts unter der Wahrnehmung des Motors des westlichen Imperialismus und daran, dass seine Anhänger reiche Menschen in Europa und den Vereinigten Staaten seien. Es hilft nicht, wenn Christen aggressiv missionieren.

Wie dem auch sei, die Wahrheit ist, dass fast 400 Millionen Christen in Afrika laben, 511 Millionen in Lateinamerika und rund 200 Millionen in Asien. Diese Menschen sind sicherlich keine westlichen Imperialisten. Dieses ist die Hälfte der christlichen Weltbevölkerung und unter Ihnen sind sicherlich die ärmsten Menschen der Welt.

Während Verfolgung auf der ganzen Welt stattfindet, so gibt es mit Sicherheit die brutalsten Beispiele aus der islamischen Welt. Christentum entstand im Mittleren Osten und Christen lebten dort seit dem 1. Jahrtausend – lange bevor der Islam entstand, jedoch ernten sie sie keinen Respekt dort. Das beste sichtbare Beispiel ist der Irak wo Extremisten vor 3 Monaten Sprengstoff in einer Kirche detonierten und mehr als 70 Menschen dabei getötet wurden. Aus diesem Grund und anderer Attacken fliehen die Christen und diejenigen die dort bleiben bitten für ihre eigene Zusammenkunft im Norden.

In Ägypten, wo 10 Prozent der Bevölkerung Christen sind, starben während einer Auseinandersetzung mit der Polizei 2 Menschen und Dutzende wurden verletzt, nachdem die Polizei einer koptischen Gruppe verbot eine Kirche zu bauen. Südlich von Kairo verbrannten Ägypter die Heime von fünf Christen nachdem erzählt wurde, dass ein Junge von Ihnen mit einem muslimischen Mädchen geflirtet haben soll. Ein ägyptischer Nachrichtensprechen zitiert einen lokalen Geistlichen mit den Worten „Wir haben einen Grund zu glauben dass es einen Plan gibt, dass Christen gezwungen werden zum Islam zu konvertieren.“

Logischerweise erwartet Jeder wohl das Schlimmste aus dem Iran wo in diesem Jahr ein 32 –jähriger Pastor namens Youcef Nadarkhani, wegen dem Vorwurf vom Islam zum Christentum konvertiert zu sein, zum Tode verurteilt wurde. Er ist Pastor von einer Gemeinde mit 400 Personen im Iran. Sein Verbrechen: Er räumte ein, dass er mit 19 Jahren vom Islam zum Christentum konvertierte, ein zweiter Pastor steht dort vor derselben Anklage, berichtete CNN.

Ich könnte fortfahren und mehr und mehr berichten, jedoch Christen und Muslime darauf hinweisen, dass arabische Christen wichtige Führer der arabisch-nationalistischen Bewegung waren, die nach dem Krieg mit Israel, im Jahre 1948 aufwuchsen, und einen wichtigen Teil in der Gemeinschaft waren für tausende von Jahren.  Doch Schrecken wie diese treten die ganze Zeit auf: In Pakistan ist Asia Bibi, eine Mutter von 5 Kindern, noch immer im Gefängnis und wartet auf ihre Hinrichtung, einfach deshalb, weil sie eine Christin ist. Sie wird der Blaspemie beschuldigt weil sie einer muslimischen Nachbarin, die im Feld arbeitete, Wasser brachte. Sie verweigerte es zu nehmen, weil sie Christin ist. Während dieses Streites wird Asia Bibi bezichtigt, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Pakistans Präsident schlug vor ihr zu verzeihen, ein pakistanisches Gericht verbot dieses jedoch. Im Dezember des Jahres 2010 boten extremistische, islamische Geistliche 6.000$ für Jeden der sie tötet, falls sie jemals aus dem Gefängnis entlassen würde.

Während all dieses weiterhin geschieht hat die Islamische Konferenz der muslimischen Nationen, die eine Konferenz für das Jahr 2011 unter dem Titel „Durban III über Razismus und Intoleranz“ abhalten will, diese bei den Vereinten Nationen erzwungen. Topthema Ihrer Agenda „ Brennende Beschwerden über Angst vor dem Islam.“ (c) 2010 Joel Brinkley

Joel Brinkley ist Professor für Journalismus an der Stanford Univerität und ein Pulitzer Preisträger als ehemaliger Auslandskorrespondent der New York Times.

 

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