Die ganze Geschichte von Youcef Nadarkhani

On October 30, 2010, in Iran, by admin

Youcef Nadarkhani und seine Frau Fatemah Pasindedah

Dieses ist eine Kurzgeschichte über Youcef Nadarkhani, die bis in die gegenwärtige Situation führt.

Youcef ist 33 Jahre alt und kommt aus Rasht, in der gilianischen Provinz im Iran. In den vergangenen 10 Jahren war er Pastor eines Netzwerkes von Heimgemeinden. Im Vorfeld wurde er im Dezember 2006 verhaftet, die Anschuldigungen gegen ihn lauteten Übertritt zum Christentum (die islamische Religion verlassen und zum Christentum übertreten), und evangelisieren (Verbreitung des Evangeliums von Jesus Christus), 2 Wochen später wurde er dann wieder entlassen.

Er ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von 6 und 8 Jahren. Sie besuchten eine örtliche Schule, als die Regierung befahl,  dass alle Kinder in die Wege des Islam eingeführt, und im muslimischen Glauben  unterrichtet würden, also auch alle Kinder der christlichen Familien. Basierend auf der Grundlage der iranischen Verfassung, die die Religionsfreiheit und deren freie Ausübung vorsieht, ging Youcef  zur Schule und protestierte gegen den neuen Beschluss. Als Folge berief ihn die Geheimpolizei am 12. Oktober 2009 vor das politische Tribunal in Rasht, im Iran, Dort wurde er dann als Strafe für seinen Protest verhaftet und in das Gefängnis in Lakan, ca. 11,3 km südlich von Rasht, gebracht, wo er seither einsitzt. Diese Anschuldigung wurde dann aufgehoben und umgeändert in „schuldig “ im Sinne der „Abtrünnigkeit von der islamischen Religion“ und zusätzlich „schuldig“ aufgrund „evangelisieren von Muslimen“.

Während dieser Zeit hatte sein Rechtsanwalt Zugang zu ihm, und den Besuchen von seiner Frau, seinen Kindern und Freunden, wurde Statt gegeben. Wie dem auch sei, im ersten Monat seiner Haft und 2 Wochen vor seinem Prozess, bis zum jetzigen Zeitpunkt, wurde den Besuchen seines Anwaltes begrenzt Statt gegeben. Sie versuchten mit den verschiedensten Methoden, ihn wieder zum Islam, dem muslimischen Glauben, zurückzubringen. Ihm wurden Pillen verabreicht, offensichtlich in der Hoffnung behaupten zu können, dass er geisteskrank sei.

Weil Youcef’s Glaube jedoch anhaltend stark war, zogen Sie in Erwägung, seine Frau zu inhaftieren, um mehr Druck auf ihn auszuüben. Am 18. Juni wurde Fatemah Pasindedah verhaftet und ins Gefängnis nach Lakan gebracht. Diese Zeit verbrachten die Kinder bei Verwandten. Youcef und seiner Frau Fatemah wurde dann durch Behörden angedroht, dass ihre Kinder muslimischen Familien zugeführt würden. Youcef ließ sich nicht beirren, und konvertierte nicht zum Islam zurück, also wurde seine Frau, ohne Rechtsanwalt, einem Gericht überstellt, und zu lebenslanger Haft verurteilt. Später wurde dann ein Anwalt für sie gestellt, der Berufung einlegte. Die Verurteilung wurde aufgehoben, und sie aus dem Gefängnis entlassen.

Am 21. und 22. September wurde Youcef einem Gericht überstellt, und ein mündliches Todesurteil ausgestellt, ein schriftlicher Bescheid erfolgte nicht. Erst wenn ein schriftlicher Bescheid vorliegt, verbleiben 20 Tage, um diesen vor dem Obersten Gerichtshof im Iran anfechten zu können. Das Fehlen des schriftlichen Gerichtsbeschlusses hat den Anwalt bisher daran gehindert, Klage am Obersten Gerichtshof im Iran erheben zu können.

Youcef wurde dann in das Hochsicherheitsgefängnis der Geheimpolizei in Lakan, im Iran, verbracht. Der Kontakt zu seiner Familie und seinem Anwalt ist ihm nun gänzlich verweigert, während die Behörden des Bezirkes nun versuchen, diesen Fall vor der Öffentlichkeit und der ganzen Welt geheim zu halten.

Es ist eine kritische Situation, sodass wir weiterhin für Pastor Youcef beten und unsere Stimme erheben, um gehört zu werden. Bitte versucht, von euch ausgewählte Vertreter internationaler Medien zu erreichen, und diesen Fall dadurch an die Öffentlichkeit zu bringen.

 

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