Von Joe Sterling, CNN
1. Dieser Pastor, aus Rasht im Norden Irans, sieht der Todesstrafe entgegen
2. USCIRF berichtet, die Exekutierung kann jederzeit stattfinden
3. Ein weiterer Pastor sieht eventuell demselben Urteil entgegen, wegen Apostasie
(CNN) – Ein christlicher Pastor im Iran wurde zum Tode verurteilt, weil er angeblich
auf die muslimische Religion verzichtet, von ihr abfiel, und andere zu derselben Tat
veranlasste, berichtet eine prominente Aktivistengruppe die für Menschenrechte
im Iran arbeitet. Youcef Nadarkhani, ein 32 –jähriges Mitglied einer Iranischen
Gemeinde, ein Diener und Pastor einer 400-Personen-Gemeinde im Norden der
Stadt Rasht, sieht der Todesstrafe entgegen, so berichtet die Internationale Gruppe
für Menschenrechte im Iran.
Im Süden der Stadt Shiraz ist ein anderer christlicher Pastor, Behrouz Sadegh-
Khanjani, 35 Jahre alt, der womöglich vor derselben Anklage wegen Apostasie
steht. „Dieses ist ein Teil des Trends der Christenverfolgung,“ sagte Firouz Sadegh-
Khanjani, Bruder von Behrouz und Mitglied der Iranischen Gemeinde des Executiven
Konzils.
Christen fühlen die Hitze in anderen Teilen der Muslimischen Welt genauso.
Im Irak wurden Christen angegriffen und viele sind aus Ihren Heimen in andere
Länder geflüchtet. In Pakistan sieht eine christliche Frau der Todesstrafe wegen
Gotteslästerung und angeblicher Verunglimpfung des Namens des Propheten
Mohammed entgegen.
Am 22. September hat Irans 11. Strafkammer des Gerichtes für Beschwerden
der Provinz Gilans die Verurteilung zum Tode von Nadarkhani, aufgrund von
Apostasie, gefällt. Apostasie ist die Tat von Verzicht auf seine Religion, „die
Menschenrechtsgruppe sagte am Dienstag allerdings, dass es kein Verbrechen nach
dem islamischen Strafgesetzbuch im Iran sei. Stattdessen berief sich der Vorsitzende
Richter in Nadarkhani’s Fall auf die Meinung der Texte von iranischen, religiösen
Gelehrten.“
„Es ist der Tiefpunkt eines Justizsystems eine Person, außerhalb des eigenen,
gesetzlichen Rahmens zum Tode zu verurteilen“, sagte Aaron Rhodes, ein
Sprecher der Kampagne.„Es ist die höchste Form von religiöser Diskriminierung
und Missachtung der Freiheit des Gewissens und Glaubens, wenn Jemand
aufgrund von selbst gewählter Religion, die er praktiziert oder auch nicht, dafür
hingerichtet werden darf.“ Das Urteil besagt, dass Nadarkhani von muslimischen
Eltern geboren wurde, jedoch im Alter von 19 Jahren zum Christentum konvertierte,
und sagte, dass er „während der Verhöre eine schriftliches Geständnis abgab in
dem er zugab, den Islam für das Christentum aufgab.“ Nadarkhani sagte, dass
er während seines Prozesses von seinen „Vernehmungsbeamten unter Druck
gesetzt wurde es so niederzuschreiben,“ so erklärte die die Kampagne. „Ich bin kein
Abtrünniger …. Bis dass ich 19 Jahre alt war, habe ich keine Religion gehabt“, so
sagte Nadarkhani in seiner Verhandlung, so berichtet die Kampagne. Nadarkhani
sagte, dass er von seinen Vernehmern veranlasst wurde zu denken, indem sie ihm
schmeichelten, „dass eine Person die von muslimischen Eltern geboren wurde und
keine andere Religion als den Islam annahm, bevor sie die religiöse Reife von 15
Jahren (bei Männern) erreichte, automatisch ein Muslim sei.“
Am Sonntag legte Nadarkhanis Rechtsanwalt Einspruch gegen das Urteil am
Obersten Gerichtshof ein. Zwei Artikel in der Verfassung gewähren Christen „das
Recht auf freien Gottesdienst und die Form von Religionsgesellschaften“ und ein
anderer, „verpflichtet die iranische Regierung zur Gleichberechtigung und die
Menschenrechte von Christen.“ Der Richter begründete seine Entscheidung über die
verfassungsrechtlichen Bestimmungen und die des Revolutionären Gerichtshofes,
dass „Zivilverfahren anberaumt werden, die den Richtern Anweisungen geben und
Quellen benennen wenn es keinen Gesetzestext gibt, der den Vorfall benennt, „ so
berichtet die Kampagne. Es gibt außerdem einen Teil des Strafgesetzbuches welcher
Richtern ermöglicht, sich auf „Ihr persönliches Wissen zu berufen in einem nicht
richterlichen Fall.“
„Mehr und mehr weicht die iranische Justiz von allen anerkannten Formen
ordnungsgemäßer Verfahren ab und fällt stattdessen willkürliche Entscheidungen
auf Grundlage vager, offener Gesetze,“ sagte Rhodes. „Gesetze und Beweise
stehen in keinem Zusammenhang mit den gerichtlichen Folgen und verlieren immer
mehr an Bedeutung im Iran.“ Leonard Leo, der Vorsitzende der US Kommission
für Internationale Religionsfreiheit sagte, „die drakonische Sprache im Urteil macht
deutlich, dass es die iranischen Behörden ernst meinen. Er könnte jederzeit
hingerichtet werden. Und wofür? Weil er ein Christ ist.“
„Wir rufen die Regierung Obamas und die Internationale Gemeinschaft auf, mit
allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dieses Problem zu entschärfen und
sich für eine bedingungslose Freilassung von Herrn Nadarkhani einzusetzen.“ Für
die anderen Fälle, so berichtet Firouz Sadegh-Khanjani der Kampagne, wurde sein
Bruder im Juni inhaftiert.
„Acht Mitglieder seiner Gemeinde, einschließlich seiner Frau, wurden für 2 Tage
inhaftiert, anschließend aber wieder freigelassen,“ so berichtet er.
„Für mehrere Monate war Behrouz in Einzelhaft. Wir hörten nichts von ihm und
er hatte auch keinen Kontakt zu seinem Rechtsanwalt. Er wurde in ein anderes
Gefängnis verlegt und wir machten uns Sorgen über die Art, wie sie Druck auf ihn
ausübten als er in Einzelhaft war.“ Nach seiner Entlassung aus der Einzelhaft wurde
Behrouz Sadegh-Khanjani und sein Rechtsanwalt Mahmoud Taravatrooy zu einer
Anhörung berufen. Während dessen versuchten die „Staatsanwälte ihn wegen
Apostasie in Tateinheit gegen Auflagen der Nationalen Sicherheit verstoßen zu
haben, Propaganda gegen das Regime und Beleidigung der Heiligtümer begangen
zu haben, zu verklagen.“
„Wir sind am meisten über die Beschuldigung von Apostasie besorgt,“ so sagte
Taravatrooy. „Das ist der Punkt, der mich am meisten Energie gekostet hat, um
ihn vor dem Tod zu bewahren.“ Der Geistliche sagte, Sadegh-Khanjani wurde von
christlichen Eltern geboren und war niemals ein Muslim. Seine Mutter war eine
Christin und wanderte vom Kongo ein, sein Vater konvertierte noch bevor Sadegh-
Khanjani geboren wurde. „Technisch gesehen, sollte das Gericht die Anklage
fallen lassen,“ sagte Taravatrooy, „der Richter muss jedoch zunächst die Vorwürfe
überprüfen lassen.“ Taravoatrooy sagte der Kampagne, dass sein Büro einige „Top-
Geistliche“ zur Stellungnahme des Themas Apostasie im Islam aufgefordert habe.
Vier Ayatollah’s, darunter der frühere Grand Ayatollah Hossein Ali Montazeri sagten,
dass konvertieren vom Islam zu einer der Religionen Abrahams, mit inbegriffen
Christentum, nicht als konvertieren oder Apostasie ausgelegt werden können, „ sie
sollten wie Menschen anderer Religionen behandelt werden,“ sagte Taravatrooy.
Behrouz Sadegh-Khanjani wurde vorübergehend am 6. Juni festgenommen,
nachdem er aufgefordert wurde, sich beim revolutionären Gericht in Shiraz zu
melden. Damals kam er auf Kaution frei, wurde aber im Dezember 2009 wieder
verhaftet. Sadegh-Khanjani’s temporäre Maßregelung lief am 18. Oktober aus, sagte
Taravatrooy. „Technische gesehen wird er illegal festgehalten,“ so die Kampagne.

Von Joe Sterling, CNN
1. Dieser Pastor, aus Rasht im Norden Irans, sieht der Todesstrafe entgegen
2. USCIRF berichtet, die Exekutierung kann jederzeit stattfinden
3. Ein weiterer Pastor sieht eventuell demselben Urteil entgegen, wegen Apostasie
(CNN) – Ein christlicher Pastor im Iran wurde zum Tode verurteilt, weil er angeblichauf die muslimische Religion verzichtet, von ihr abfiel, und andere zu derselben Tatveranlasste, berichtet eine prominente Aktivistengruppe die für Menschenrechteim Iran arbeitet. Youcef Nadarkhani, ein 32 –jähriges Mitglied einer IranischenGemeinde, ein Diener und Pastor einer 400-Personen-Gemeinde im Norden derStadt Rasht, sieht der Todesstrafe entgegen, so berichtet die Internationale Gruppefür Menschenrechte im Iran.
Im Süden der Stadt Shiraz ist ein anderer christlicher Pastor, Behrouz Sadegh-Khanjani, 35 Jahre alt, der womöglich vor derselben Anklage wegen Apostasiesteht. „Dieses ist ein Teil des Trends der Christenverfolgung,“ sagte Firouz Sadegh-Khanjani, Bruder von Behrouz und Mitglied der Iranischen Gemeinde des ExecutivenKonzils.
Christen fühlen die Hitze in anderen Teilen der Muslimischen Welt genauso.Im Irak wurden Christen angegriffen und viele sind aus Ihren Heimen in andereLänder geflüchtet. In Pakistan sieht eine christliche Frau der Todesstrafe wegenGotteslästerung und angeblicher Verunglimpfung des Namens des ProphetenMohammed entgegen.
Am 22. September hat Irans 11. Strafkammer des Gerichtes für Beschwerdender Provinz Gilans die Verurteilung zum Tode von Nadarkhani, aufgrund vonApostasie, gefällt. Apostasie ist die Tat von Verzicht auf seine Religion, „dieMenschenrechtsgruppe sagte am Dienstag allerdings, dass es kein Verbrechen nachdem islamischen Strafgesetzbuch im Iran sei. Stattdessen berief sich der VorsitzendeRichter in Nadarkhani’s Fall auf die Meinung der Texte von iranischen, religiösenGelehrten.“
„Es ist der Tiefpunkt eines Justizsystems eine Person, außerhalb des eigenen,gesetzlichen Rahmens zum Tode zu verurteilen“, sagte Aaron Rhodes, einSprecher der Kampagne.„Es ist die höchste Form von religiöser Diskriminierungund Missachtung der Freiheit des Gewissens und Glaubens, wenn Jemandaufgrund von selbst gewählter Religion, die er praktiziert oder auch nicht, dafürhingerichtet werden darf.“ Das Urteil besagt, dass Nadarkhani von muslimischenEltern geboren wurde, jedoch im Alter von 19 Jahren zum Christentum konvertierte,und sagte, dass er „während der Verhöre eine schriftliches Geständnis abgab indem er zugab, den Islam für das Christentum aufgab.“ Nadarkhani sagte, dasser während seines Prozesses von seinen „Vernehmungsbeamten unter Druckgesetzt wurde es so niederzuschreiben,“ so erklärte die die Kampagne. „Ich bin keinAbtrünniger …. Bis dass ich 19 Jahre alt war, habe ich keine Religion gehabt“, so
sagte Nadarkhani in seiner Verhandlung, so berichtet die Kampagne. Nadarkhanisagte, dass er von seinen Vernehmern veranlasst wurde zu denken, indem sie ihmschmeichelten, „dass eine Person die von muslimischen Eltern geboren wurde undkeine andere Religion als den Islam annahm, bevor sie die religiöse Reife von 15Jahren (bei Männern) erreichte, automatisch ein Muslim sei.“
Am Sonntag legte Nadarkhanis Rechtsanwalt Einspruch gegen das Urteil amObersten Gerichtshof ein. Zwei Artikel in der Verfassung gewähren Christen „dasRecht auf freien Gottesdienst und die Form von Religionsgesellschaften“ und einanderer, „verpflichtet die iranische Regierung zur Gleichberechtigung und dieMenschenrechte von Christen.“ Der Richter begründete seine Entscheidung über dieverfassungsrechtlichen Bestimmungen und die des Revolutionären Gerichtshofes,dass „Zivilverfahren anberaumt werden, die den Richtern Anweisungen geben undQuellen benennen wenn es keinen Gesetzestext gibt, der den Vorfall benennt, „ soberichtet die Kampagne. Es gibt außerdem einen Teil des Strafgesetzbuches welcherRichtern ermöglicht, sich auf „Ihr persönliches Wissen zu berufen in einem nichtrichterlichen Fall.“
„Mehr und mehr weicht die iranische Justiz von allen anerkannten Formenordnungsgemäßer Verfahren ab und fällt stattdessen willkürliche Entscheidungenauf Grundlage vager, offener Gesetze,“ sagte Rhodes. „Gesetze und Beweisestehen in keinem Zusammenhang mit den gerichtlichen Folgen und verlieren immermehr an Bedeutung im Iran.“ Leonard Leo, der Vorsitzende der US Kommissionfür Internationale Religionsfreiheit sagte, „die drakonische Sprache im Urteil machtdeutlich, dass es die iranischen Behörden ernst meinen. Er könnte jederzeithingerichtet werden. Und wofür? Weil er ein Christ ist.“
„Wir rufen die Regierung Obamas und die Internationale Gemeinschaft auf, mitallen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dieses Problem zu entschärfen undsich für eine bedingungslose Freilassung von Herrn Nadarkhani einzusetzen.“ Fürdie anderen Fälle, so berichtet Firouz Sadegh-Khanjani der Kampagne, wurde seinBruder im Juni inhaftiert.
„Acht Mitglieder seiner Gemeinde, einschließlich seiner Frau, wurden für 2 Tageinhaftiert, anschließend aber wieder freigelassen,“ so berichtet er.
„Für mehrere Monate war Behrouz in Einzelhaft. Wir hörten nichts von ihm under hatte auch keinen Kontakt zu seinem Rechtsanwalt. Er wurde in ein anderesGefängnis verlegt und wir machten uns Sorgen über die Art, wie sie Druck auf ihnausübten als er in Einzelhaft war.“ Nach seiner Entlassung aus der Einzelhaft wurdeBehrouz Sadegh-Khanjani und sein Rechtsanwalt Mahmoud Taravatrooy zu einerAnhörung berufen. Während dessen versuchten die „Staatsanwälte ihn wegenApostasie in Tateinheit gegen Auflagen der Nationalen Sicherheit verstoßen zuhaben, Propaganda gegen das Regime und Beleidigung der Heiligtümer begangenzu haben, zu verklagen.“
„Wir sind am meisten über die Beschuldigung von Apostasie besorgt,“ so sagteTaravatrooy. „Das ist der Punkt, der mich am meisten Energie gekostet hat, umihn vor dem Tod zu bewahren.“ Der Geistliche sagte, Sadegh-Khanjani wurde vonchristlichen Eltern geboren und war niemals ein Muslim. Seine Mutter war eineChristin und wanderte vom Kongo ein, sein Vater konvertierte noch bevor Sadegh-
Khanjani geboren wurde. „Technisch gesehen, sollte das Gericht die Anklagefallen lassen,“ sagte Taravatrooy, „der Richter muss jedoch zunächst die Vorwürfeüberprüfen lassen.“ Taravoatrooy sagte der Kampagne, dass sein Büro einige „Top-Geistliche“ zur Stellungnahme des Themas Apostasie im Islam aufgefordert habe.
Vier Ayatollah’s, darunter der frühere Grand Ayatollah Hossein Ali Montazeri sagten,dass konvertieren vom Islam zu einer der Religionen Abrahams, mit inbegriffenChristentum, nicht als konvertieren oder Apostasie ausgelegt werden können, „ siesollten wie Menschen anderer Religionen behandelt werden,“ sagte Taravatrooy.Behrouz Sadegh-Khanjani wurde vorübergehend am 6. Juni festgenommen,nachdem er aufgefordert wurde, sich beim revolutionären Gericht in Shiraz zumelden. Damals kam er auf Kaution frei, wurde aber im Dezember 2009 wiederverhaftet. Sadegh-Khanjani’s temporäre Maßregelung lief am 18. Oktober aus, sagteTaravatrooy. „Technische gesehen wird er illegal festgehalten,“ so die Kampagne.

 

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