Von BosNewsLife afrikanischer Service mit Reporten von BosNewsLife’s Stefan J. Bos

ABUJA, NIGERIA (BosNewsLife)– Christen in Nord- und Zentral-Nigeria waren am Sonntag den 26. Dezember  Traueropfer mehrerer Anschläge auf Kirchen und auf anderen Plätzen. Mindestens 38 Menschen starben hierbei im Bundesstaat Plateau und Borno State.

Christen gaben an, dass die Angriffe in der Stadt Jos in Plateau State begannen, wo eine Serie von Bombenanschlägen mehr als 30 Menschen tötete. Dieses Gebiet wurde gezielt ausgewählt, weil es ein überwiegend von Christen bewohnter Bereich ist. Zwei der Bomben flogen weiter und explodierten auf einem Markt, wo die Menschen die Last-Minute Weihnachtsgeschenke einkauften. Eine dritte Bombe traf ein von überwiegend Christen bewohntes Viertel von Jos, während die vierte in der Nähe einer Straße explodierte, die zur Hauptmoschee führt, sagten die Behörden. Zirka 28 Schwerverletzte wurden ins ECWA Evangel Krankenhaus gebracht, während andere in das Jos Universitäts- und Lehrkrankenhaus gebracht wurden, so berichteten Christen. Viele Opfer verloren offensichtlich Gliedmaßen, während anderen Splitter entfernt werden mussten, so berichteten Rechte Ermittler.

KIRCHEN ANGEGRIFFEN

Auf Heiligabend wurde in einer „Victory Baptisten Gemeinde“ die Freude getrübt, die ca. 520 Kilometer entfernt von Maiduguri, im Staate Borno liegt, als 30 mit Messern und Pistolen bewaffnete Männer den Pastor dieser Gemeinde zu Hause aufsuchten und ihn niederschossen, so berichteten Zeugen. Zwei junge Männer aus dem Chor, die gerade für den Late-Night-Carol Gottesdienst probten, wurden auch hingerichtet. Die Angreifer töteten auch 2 weitere Personen die gerade durch die Gemeinde gingen, so berichteten Christen. Nach deren Angaben gaben die Angreifer erst auf, als sie die Kirche und das Haus des Pfarrers angezündet hatten. Danjuma Akawu, die Sekretärin der Baptistengemeinde, erzählte Reportern, dass der Pastor und andere versucht hätten zu fliehen, indem sie über den Zaun der Baptistengemeinde kletterten. „Ich kann diese Attacken nicht verstehen … „Warum Christen? Warum Christen? Die Polizei hat versagt uns zu beschützen“, so gab sie zu Protokoll.

In einem anderen Stadtteil, so berichtete Pastor Haskanda Jessu von der Gemeinde für Christen in Nigeria, wurde seine Gemeinde ca. 1 Stunde danach von 3 Männern attackiert. Eine 60 –jährige Frau des Sicherheitsdienstes wurde getötet. Die Polizei beschuldigt islamische Militanten gemeinsam mit der Boko Haram Islamisten Sekte für diese Anschläge. In veröffentlichten Bemerkungen forderte der anglikanische Erzbischof von Jos, Benjamin Kwashi die Christen auf, nicht die Hoffnung zu verlieren. „Wir müssen die Geburt unseres Erlösers feiern, es ist kein kleines Opfer welches Jesus zahlte als er Fleisch wurde und am Kreuz starb (und von den Toten auferstand), nur um mich und die Welt zu erlösen.“

‘FOLGT CHRISTUS’

Er sagte, Christen “sind aufgerufen Christus zu folgen, egal was in der Welt geschieht, inbegriffen Jos. Wir werden Jesus feiern, es ist die Wahl die wir getroffen haben, wenn wir anders handeln, so geben wir dem Feind den Sieg – Satan. Das Gute wird immer über das Böse siegen.“

Christliche Solidarität weltweit (CSW), ein Interessenverband, der die Situation aufmerksam verfolgt, sagte zu den Bombenanschlägen in Jos „eine signifikante Eskalation“ in der Gewalt im Bundesstaat Plateau, während die Anschläge in Maiduguri auf Herald „eine unwillkommene, neue Dimension“ der Extremistengruppe erreicht hätten. Daher ist es wichtig, dass Landes- und Bundesbehörden zusammenarbeiten, um die Planer und Täter der Gewalttaten in beiden Staaten aufzuspüren zu verfolgen, damit jeder Bürger in dieser mulit-religiösen und multi-ethnischen Nation in der Lage ist, seine Religion ohne Furcht vor Anschlägen praktizieren zu können“, sagte CSW Direktor Andrew Johnston. „Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Familien die ihr Leben in diesen schrecklichen Anschlägen verloren haben.“

Nigeria, ein Land mit 150 Millionen Menschen, ist fast gleichmäßig gesplittet zwischen Muslimen im Norden und dem überwiegend christlichen Süden. Die Anschläge fanden in Zentral Nigeria statt, in dem Mittelteil der Nationen, wo durch Gewalttaten gegen Christen Hunderte Menschen im vergangenen Jahr getötet wurden, sagten Menschenrechtsgruppen.

 

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